Wenn ich das früher gewusst hätte – Mit der kostenlosen Vimeo-Alternative Deine Kongress-Interviews schützen

Beitragsbild Kongress-Interviews schützen

„Deine Videos für Deinen Online-Kongress kannst Du nur mit kostenpflichtigen Hostern wie Vimeo oder smooveo schützen.“

Bis vor kurzem habe ich diese Aussage von Online-Unternehmern und Kongressveranstaltern als bare Münze genommen. Und obwohl ich eigentlich alles zum Thema Online-Kongresse recherchiere, habe ich hier wohl zu meinem eigenen Leidwesen schlampig gearbeitet. 😳

Vor 10 Tagen hat mich meine mangelnde Recherche dann 189 Euro für das weitere Jahr Vimeo PLUS gekostet.

Heute bin ich schlauer und weiß, dass ein gutes Video-Hosting nichts kosten muss.

Und auch wenn das Video-Hosting kein weltbewegendes und businessveränderndes Thema ist: Über die Jahre kommt mit all den Tools, die ich für mein Online-Business nutze monatlich schon ein nettes Sümmchen zusammen.

Und im weiteren Verlauf wird es mich wohl etliche Stunden kosten die schon existierenden 477 Videos wieder herunter zu laden, um sie bei einem anderen Hoster zu lagern – sowie in allen Produkten und Seiten die Links zu ändern. Ein nahezu aussichtsloses Unterfangen …

Deswegen gilt mein Dank meiner geschätzten Kollegin Claudia Kauscheder, die mir mit  ihrer Sommerblogparade zu dem Thema „Wenn ich das früher gewusst hätte“ den Anstoß für diesen hoffentlich für viele Online-Unternehmer und Kongressveranstalter hilfreichen Artikel gegeben hat.

Und wenn Du gerade vor der Frage stehst, wo Du Deine Videos künftig hosten wirst bzw. noch keinen Hoster hast, dann sage ich nur: Herzlichen Glückwunsch, dass Du diesen Artikel hier gefunden hast. Er wird für den Zeitraum der nächsten 5 Jahre Deines Online-Unternehmens annähernd 1000 Euro Wert sein (weswegen ich mich freuen würde, wenn Du ihn teilst…).

 

Videohosting für Online-Kongresse

Ein gutes Videohosting spielt eine entscheidende Rolle für einen erfolgreichen Online-Kongress.

Warum brauchst Du überhaupt einen Videohoster?

Wenn Du eine WordPress-Seite betreibst, wirst Du feststellen, dass Du keine Uploads über 25 MB vornehmen kannst. Und selbst, wenn Du dieses Upload-Limit durch einen klugen Experten, eigene Programmierkenntnisse oder ein PlugIn umgehen kannst, würdest Du ein Hauptproblem mit Deinem Webseitenhoster bekommen.

Denn dieser stellt für gewöhnlich bei einfachen Web-Paketen ein Datenvolumen von ungefähr 5 Gigabite zur Verfügung. 20 bis 30 Kongressinterviews von einer halben bis einer Stunde können diesen kleinen Platz schnell sprengen.

Außerdem würde Deine Webseite ordentlich in die Knie gehen, wenn während eines Online-Kongresses (gleiches gilt natürlich auch für alle zeitlich begrenzt angebotenen Videos wie Webinaraufzeichnungen oder Launch-Videos) plötzlich zahlreiche Menschen auf Deiner Webseite die Videodatei abrufen möchten.

Deshalb werden die Videos besser extern auf einer darauf spezialisierten Plattform gehostet und per html-Code in Deine Webseite eingebettet.

Dies ist auch notwendig, wenn Du mit Anbietern wie elopage oder dem Congress-Hero Deinen Kongress realisierst.

Doch für das externe Videohosting wirst Du abgesehen von der kostenlosen Plattform Youtube schon gerne mal den einen oder anderen Euro los, den Du genauso gut in Dein Marketing stecken könntest.

Ehrlich gesagt war die eigene Kosten-/ Nutzenrechnung für mich selbst nicht so ausschlaggebend wie die Situation meiner Kunden. Viele stehen mit ihrem Online-Business noch ganz am Anfang oder wollen das Unternehmen mit einem Online-Kongress zum Laufen bringen. Da sind die finanziellen Ressourcen naturgemäß eher gering.

Deswegen gebe ich in meinen Kongress-Coachings, wo immer es mir möglich ist, auch Hinweise auf adäquate Alternativen. Und da Youtube mit seinen Privatsphäre-Einstellungen nicht wirklich an Vimeo heranreichen kann, habe ich es bislang auch nicht empfohlen.

Und auch die deutsche Variante Videolyser oder die amerikanische Plattform Wistia stellten für meine Klienten keine wirkliche Ersparnis dar. Amazon S3 mit seinen Kosten pro Videoaufruf / Download fiel sowieso als Videohoster aus, da man hierfür gute Kenntnisse benötigt was die Komprimierung anbelangt und das Kostenrisiko bei vielen Aufrufen deutlich zu hoch war.

 

Weshalb Du Deine Kongress-Interviews schützen solltest

Der findige Nutzer wird nun sagen: Wieso soll ich denn meine Videos überhaupt schützen, wenn mir doch das kostenlose Youtube zur Verfügung steht.

Willst Du am Ende Deines Kongresses Deine Aufzeichnungen kostenpflichtig verkaufen, solltest Du Deine Kongress-Interviews schützen. Denn es wäre es doch wirklich unschön, wenn sie kostenlos auf Youtube auffindbar wären. Wer sollte dann am Ende noch für Dein Kongress-Paket zahlen wollen?

Und selbst als Non-Profit Kongress-Anbieter bist Du mit geschützten Kongress-Interviews auf der besseren Seite. Denn wenn das Video nicht öffentlich auffindbar ist, sorgst Du so dafür, dass die Videos auf DEINER Webseite statt auf der Videoplattform angesehen werden. Damit bescherst Du Deiner eigenen Domain ordentlich Traffic, längere Seitenaufenthalte und langfristig damit auch ein besseres Ranking in den Suchmaschinen. 😀

In jedem Fall verhinderst Du als Veranstalter mit den richtigen Privatsphäre-Einstellungen, dass die Kongress-Interviews über die Suchmaschine auffindbar oder gar teilbar sind.

Immer mehr Veranstalter gehen deshalb auch den Schritt zum geschützten Mitgliederbereich auf der eigenen Domain – nämlich um zu verhindern, dass die Kongressinterviews auf der eigenen Domain auch von nicht angemeldeten Teilnehmern angesehen werden, weil die Webseitenlinks geteilt werden können und somit für Außenstehende zugänglich sind.

Ein eleganter Mittelweg um Dir diese Arbeit zu ersparen, könnte das Abspielen der einzelnen Videos nach Eingabe eines Passwortes oder sogar nach Eingabe der E-Mail-Adresse sein, wie es bspw. mit Wistia umsetzbar ist.

So sicher wie das Amen in der Kirche ist, dass es immer Nutzer geben wird, die wissen, wie sie an ein eingebettetes Video herankommen und dieses herunterladen oder – was natürlich aufwändiger ist – es sogar abfilmen. Solche Nutzer sind allerdings selten und sie bleiben meist unentdeckt bzw. posten nicht unachtsam Deine Videos in der Öffentlichkeit und würden sich somit angreifbar machen.

Dagegen wirst Du nichts machen können. Deshalb bleibe hier einfach locker und übertreibe es nicht mit den Sicherheitsmaßnahmen für ein 50-100 Euro-Produkt. Das schont Deine Nerven. 😉

Ganz gleich ob Du nun das Ziel hast, ein Kongresspaket zu verkaufen oder nicht: Fakt ist, dass der Schutz Deiner Videos berechtigte Vorteile hat.

 

Video-Material vor unbefugtem Zugriff kostenlos sichern

Meine Entdeckung, diesen Videoschutz auch kostenlos in Anspruch nehmen zu können, ist gerade einmal ein paar Tage jung und neugierig wie ich war, wollte ich sofort ausprobieren, wie die kostenlose Vimeo-Alternative namens Dailymotion funktioniert.

Bereits nach wenigen Handgriffen und dem Blick in die Unternehmensgeschichte war ich überzeugt, dass es sich hier nicht um eine Eintagsfliege sondern um eine ernstzunehmende Alternative handelt.

Und auch wenn die Nutzerzahlen von Dailymotion weit hinter denen von Vimeo und selbstverständlich auch Youtube liegen, so spielt das für den Nutzer, der mit seinen Videos ja gerade das Ziel verfolgt, NICHT gefunden zu werden, sowieso keine bedeutsame Rolle.

Zum Vergleich habe ich Dir hier einmal die aktuellen Zahlen aus SimilarWeb abfotografiert:

 

Interessant ist der Anstieg der Zugriffe auf Dailymotion (50.000 Besucher), während bei Vimeo eine leicht abnehmende Tendenz zu verzeichnen ist (rund 200 Millionen Besucher) und die Seitenzugriffe bei Youtube (rund 25 Billionen Besucher) nahezu unverändert gleich bleiben.

Bei den Dimensionen, in denen sich Dailymotion aktuell bewegt von einem ernstzunehmenden Trend im Sinne einer Ablösung der Big Player zu sprechen, wäre sicherlich etwas zu voreilig…

 

Korrektur (Mein Dank gilt @glreschke): Dailymotion liegt im Ranking vor Vimeo. Das muss an dem Tippfehler bei der Eingabe liegen: Daylimotion statt dailymotion… 😀 Danke für den Hinweis und hier eine Vergleichsgrafik:

 

Welche Möglichkeiten des Schutzes hast Du bei Daylimotion?

Nach dem Upload Deines Videos kannst Du die Videoeinstellungen komfortabel in einem Rutsch bearbeiten, indem Du auf den kleinen Stift unter dem Video klickst.

 

Unter dem Punkt Privatsphäre-Einstellungen findest Du dann die Funktionen, die sich andere Hoster bezahlen lassen.

Übrigens: Als Kongressveranstalter hast Du die geniale Möglichkeit, den genauen Ausstrahlungszeitraum Deiner Videos direkt hier festzulegen. So können Deine Videos weder vorher noch nachher angesehen werden. Du kannst den Start- und den Schlusszeitpunkt oder auch nur eines davon auf die Minute genau auswählen und zusätzlich noch festlegen, ob das Video im Anschluss an die Ausstrahlung automatisch gelöscht werden soll.

Zudem kannst Du festlegen, welches Video direkt im Anschluss an das Video gezeigt werden soll, was hier für den Hinweis auf Dein Kongresspaket sehr hilfreich sein kann.

Eine ebenfalls sehr nützliche Funktion ist der Passwortschutz. Dieser ermöglicht es Dir, Deine Videos vor fremden Blicken zu schützen, selbst wenn sie auf öffentlichen Seiten zugänglich sind.

So kannst Du mit Deinen Expertenseiten die Werbetrommel rühren und muss unter dem Video nur den Hinweis hinterlassen, dass das Passwort für die jeweiligen Videos nach Anmeldung an die Teilnehmer versendet wird.

 

Ist der kostenlose Upload limitiert?

Alle Uploads müssen selbstverständlich wie bei anderen Plattformen auch den Richtlinien entsprechen und dürfen die Rechte Dritter nicht verletzen.

Um Spam zu vermeiden, können nicht mehr als 96 Uploads täglich und 2 Stunden Videomaterial pro Tag hochgeladen werden. Die maximale Länge für ein Video beträgt 60 Minuten. Ein Grund mehr, die Kongressinterviews kurz und knackig zu gestalten

Wer gegen diese Bedingungen verstößt wird für 24 Stunden mit einer Fehlermeldung blockiert.

 

Wie bettest Du das Video nun in Deine Webseite oder die Seite Deines Mitgliederbereichs ein?

Die Einbettung der Videos erfolgt wie bei den anderen Videoplattformen auch über einen html-Code. Diesen erhältst Du, wenn Du auf der Videoseite auf den Tab „Einbetten“ klickst.

Du kannst festlegen, ob Dein Video automatisch abgespielt werden soll und ab welcher Zeit. Auch erhältst Du die Auswahl, in welcher Größe das Video auf der Seite dargestellt werden soll.

 

Die Playereinstellungen für Dein Personal Branding nimmst Du übrigens unter dem Menüpunkt „Einstellungen“ vor.

 

Unter Video-Branding und Player-Einstellungen kannst Du Deine Farbe für den Playbutton festlegen und ein Logo hochladen.

 

Die wichtigsten Einstellungen kannst Du auch komfortabel direkt nach dem Upload vornehmen. Dann sieht das Fenster so aus:

 

Ein cooles Feature, welches für die alle Videos im Player angeboten wird ist die Speed-Kontrolle. Hiermit können Deine Zuschauer auch ohne separat zu installierende Add-Ons wie den Video Speed-Controller für Google Chrome Deine Videos auch in doppeltem Tempo ansehen, wenn die Zeit mal wieder kneift …

 

Zum krönenden Abschluss dieses Beitrags habe ich für Dich zwei Versionen desselben Testvideos hochgeladen. Und damit Du nun einen Eindruck von der zeitlich limitierten Version und von der passwortgeschützen Variante erhältst, bette ich hier beide Videos mit jeweils unterschiedlichen Privatsphäre-Einstellungen ein. So erhältst Du auch einen Eindruck von der Ladezeit und Qualität der Videos.

Nach Ablauf von 48 Stunden nach Veröffentlichung dieses Posts wirst Du hier dann sehen, was statt des ersten Videos zu sehen ist. Und mit dem Passwort I LOVE STEEMIT kannst Du den Abruf der zweiten Variante testen.

 

 


Testvideo von online-kongress

Testvideo mit Passwortschutz von online-kongress
 

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Swantje Gebauer

Swantje Gebauer von der Online-Kongress Ideenfabrik unterstützt als Online-Kongress-Guide herzgetriebene Coaches, Trainer, Berater und Solopreneure dabei ihre Sichtbarkeit im www mit einem Online-Kongress spürbar zu erhöhen und sich so mit ihrer Expertise und Authentizität ein profitables Online-Business zu erschaffen.

Gemeinsam mit Anneli Eick hat sie den großen Online-Kongress mit dem Titel „Dein erster OnlineKongress“ veranstaltet. 2017 setzt sie mit ihrem Relaunch „Mehr Sichtbarkeit im Business“ neue Maßstäbe in der Welt der Online-Kongresse.

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